Dokumentation und Vermessung
 
Ohne Dokumentation gibt es keine Archäologie als Wissenschaft, denn sie ist Grundlage für die Auswertung und Interpretation.


   
 
Kulm bei Trofaiach: urnenfelderzeitliche Höhensiedlung;
hellgrün: Siedlungsterrassen.

 

 
 
  Kulm  beim Trofaiach, urnenfelderzeitliche Höhensiedlung:
3D-Ansicht, aus den Vermessungsdaten gerechnet (Fa. ARGIS / Fa. Rinner); olivgrün: Siedlungsterrassen.
 

Archäologische Vermessung

Die geodätische Vermessung setzen wir für die Lageeinmessung von archäologischen Fundplätzen, Geländeaufnahmen, Schichtlinienpläne, 3D-Darstellungen und die „ganz normale“ Grabungsvermessung (Abstecken, Flächennivellement etc.) ein. Die digitalen Daten stehen sofort zur weiteren Bearbeitung und Planerstellung am CAD-Arbeitsplatz zur Verfügung, so dass ein täglich aktualisierter Übersichtsplan auf der Grabung als Arbeitsgrundlage vorhanden ist.


   
 

Messbilder
 
Die Herstellung von Messbildern im Format 6 x 6 cm mit der Teilmesskammer Hasselblad MK70 ist bei Befliegungen die gängige Praxis.
 
Messbilder von Grabungsbefunden, Baustrukturen etc. können die Dokumentationsarbeit im Gelände erheblich erleichtern und beschleunigen. Durch die fotogrammetrische Auswertung können maßstäbliche Bilder, Pläne oder Pläne mit Bildhintergrund hergestellt werden.



Fotodokumentation

Neben den Messbildern dient die fotografische Dokumentation ganz allgemein zur Aufnahme von Grabungsbefunden, Geländedenkmälern, Gebäuden, Objekten und Kleinfunden - in Kleinbild, Mittelformat, auch Stereo, analog und digital.

Linkes Bild: St. Johann bei Herberstein, Römischer Familiengrabstein;
Rechtes Bild: Felsbild im Wadi el-Miya, Ostwüste, Ägypten.


 
 
  Linkes Bild: St. Nikolai im Sausal, prähistorische Siedlung beim Kogelbauer (dunkle Bodenverfärbung). Im Messbild sind die Kreuze der Reseauplatte erkennbar, die bei der Auswertung eine Korrektur des Filmverzuges ermöglichen;

Rechtes Bild: Virunum, römische Nekropole, Grab III/22. Die geodätisch eingemessenen Marken dienen zur Entzerrung der Aufnahme.
 

Bauaufnahme
 
Die Dokumentation historischer Bausubstanz erfolgt unter Verwendung verschiedener Methoden, u.a. Fotogrammetrie, digitale Vermessung, Handaufmaß, zeichnerische Aufnahme von Details etc.

Katharinenkirche in Frohnleiten: Spolienmauerwerk.


   
 

Archäologische Dokumentation
unter der Erde

 
Vermessung von Höhlen, Erdställen und historischen Stollen; wegen der oft schwierigen Bedingungen kommt eine Kombination von geodätischer Vermessung mit angepassten einfacheren Techniken zum Einsatz.


   
 

CAD-Zeichenbüro

Publikationsreife archäologische Detailzeichnungen, Übersichts- und Lagepläne oder Rekonstruktionen werden digital erstellt, um die Vorteile dieser Technik auch für die Archäologie nutzbar zu machen. Als Grundlagen dienen analoge Zeichnungen, Pläne und Skizzen ebenso wie digitale Vermessungsdaten und Messbilder.

Der Lageplan wurde aus verschiedenen digitalen und alten analogen Datenquellen kompiliert.


   
  Grabungsdokumentation
 
Neben Vermessung, Zeichnung, Fotografie und schriftlichem Grabungsprotokoll werden bei größeren Grabungen auch Datenbanken zur Verwaltung der Datenfülle eingesetzt, so dass die Auswertung erleichtert wird.

Wetzelsdorfberg, Tumulus 2, Grabkammer

 



   
       
 

Fundmaterial
 

Die Dokumentation der Kleinfunde für die Publikation erfolgt entsprechend den Konventionen zeichnerisch bzw. fotografisch mit erläuterndem Katalogtext.